Zum Inhalt springen
Der Golf von Marina di Campo bei Sonnenuntergang aus der Luft

Insel Elba · Campo nell'Elba

Die Buchten unseres Golfs

Hinter dem langen Strand liegen vier Buchten, die fast niemand sucht. Zwei am Westarm, zwei am Ostarm — alle an einem Nachmittag erreichbar, zu Fuß oder über wenige Kilometer Schotterpiste.

Der Strand von Marina di Campo ist 1,3 Kilometer lang, und im August merkt man das: Es ist der belebteste Strand Elbas, zu Recht. Aber der Golf, der ihn fasst, schließt sich zwischen zwei Armen aus Fels und Macchia — und in diesen Armen liegen vier Buchten, die die meisten Gäste nie zu sehen bekommen.

Sie sind kein Geheimnis, nur genau richtig unbequem. Zu keiner der vier parkt man vor dem Sonnenschirm: Man geht zu Fuß, nimmt eine Schotterpiste oder kommt vom Meer. Genau das hält sie im Juli leer.

Wir erzählen sie nach Armen getrennt, West und Ost, weil sich so auch die Tage einteilen: ein Nachmittag auf der einen Seite, einer auf der anderen. Unter jeder Bucht steht der Link zur Karte — schauen Sie sich den Ort mit eigenen Augen an, bevor Sie die Schuhe schnüren.

Der Westarm — Capo Poro und Galenzana

Die Landzunge, die den Golf im Westen schließt. Man erreicht sie zu Fuß vom Ort aus, ganz ohne Auto: der Spaziergang, den wir Wochengästen am häufigsten empfehlen.

Der Meeresgrund von Galenzana: Steine mit ockerfarbenen Bergbaurückständen und eine Muschel, unter Wasser
Der Grund von Galenzana — das Ocker auf den Steinen sind Bergbaurückstände · Albarubescens · CC BY-SA 4.0

Strand von Galenzana

Zu Fuß ab Marina di Campo · ~1,5 km · 15–20 Min.

Ein wilder Strand hinter der Landzunge, ohne Straße dorthin: entweder zu Fuß oder vom Meer. Vom Ort sind es fünfzehn bis zwanzig Minuten auf dem Weg Nr. 139, Macchia auf der einen Seite, das Meer, das auf der anderen auftaucht und wieder verschwindet.

Der Nationalpark führt ihn als reich an archäologischen Spuren, und der Boden bestätigt das: Die Steine tragen ockerfarbene und dunkle Adern aus Bergbaurückständen, das Erbe des elbanischen Eisens, bis hierher gespült. Mit Maske ist die Bucht schon in einem halben Meter Wassertiefe interessant.

Es gibt dort nichts: keine Bar, keine Schirme, kein Wasser. Bringen Sie beides mit — und nehmen Sie alles wieder mit, was Sie hineingetragen haben.

Gut zu wissen: Stellenweise ist der Strand schmal: bei Flut oder bewegter See kann es sein, dass man ein paar Meter nasse Füße bekommt. Bei starkem Südschwell verschieben Sie den Besuch.

Auf Google Maps ansehen

Capo Poro und sein Rundweg

Weg 139 · Rundweg 4,6 km · 2h15 · 190 Hm · leicht

Galenzana ist die halbe Geschichte. Die andere Hälfte ist der komplette Rundweg um die Landzunge: Start in der Via delle Ginestre, hinauf durch einen Steineichenwald — mit Myrte, Mastixstrauch, Krausblättrigem Aronstab — und oben auf dem Monte Poro, 155 Meter, mit dem Golf von Marina di Campo auf der einen und der ganzen Südküste der Insel auf der anderen Seite.

Der Park stuft ihn als leicht ein und gibt 2 Stunden 15 für den gesamten Rundweg an, 4,6 Kilometer. Das ist ein Vormittag, keine Expedition: um sieben los, gegen halb elf am Strand — und man hat niemanden getroffen.

Oben stehen noch die Militäranlagen aus dem Zweiten Weltkrieg. An dieser Küste ging am 17. Juni 1944 die Operation Brassard an Land, die alliierte Landung, die Elba befreite. Man kommt zu Fuß durch die Macchia dorthin, und kein Schild erklärt es — eine dieser Sachen, die die Insel dichter machen, als sie aussieht.

Auf Google Maps ansehen

Der Ostarm — Cala dell'Ischia und Fonza

Die Seite Richtung Lacona: Felsküste, wenige Einschnitte, keinerlei Service. Hier braucht man das Auto — oder ein Tretboot.

Cala dell'Ischia

Zu Fuß ab La Foce · einige hundert Meter

Sie liegt auf halbem Weg zwischen Marina di Campo und Fonza, eingeklemmt in einen fast durchgehend felsigen Küstenabschnitt. Sie ist winzig: eine Zunge aus Kieseln und sonst kaum etwas, mit Felsblöcken als Rand.

Es gibt zwei Wege hin. Zu Fuß über La Foce und die Via Ischia, einige hundert Meter Pfad. Oder — und das ist unsere Lieblingsvariante — mit einem Tretboot vom Strand von Marina di Campo: eine halbe Stunde treten, und die Bucht gehört Ihnen.

Sie bleibt gerade deshalb leer, weil sie klein und unbequem ist. Wer drei Stunden lesen will, ohne eine Stimme zu hören, ist hier richtig.

Gut zu wissen: Sie ist Südwinden ausgesetzt. Bei Schirokko wird es ungemütlich und das Meer drückt herein: an solchen Tagen besser an die Nordküste.

Auf Google Maps ansehen
Die Bucht von Fonza: geschliffene Steine, tiefblaues Wasser und Macchia auf der Landzunge
Westernelba · CC BY-SA 4.0

Strand von Fonza

Mit dem Auto · 2,5 km Schotterpiste ab dem Aquarium von Elba

Fünfundneunzig Meter große, flache, vom Wasser geschliffene Steine, etwa zehn Meter tief, in einer von Macchia geschlossenen Bucht. Einer der wildesten Strände Elbas — und das aus einem sehr praktischen Grund: der Straße.

Von Marina di Campo fährt man auf der Landstraße Richtung Lacona; auf Höhe des Aquariums von Elba biegt man auf die mit «Fonza» beschilderte Schotterpiste ab und fährt zweieinhalb landschaftlich schöne, aber ausgefahrene Kilometer. Diese Piste ist der Filter, der die Bucht leer hält.

Frei zugänglich, ohne Service, ohne Schatten außer dem der Macchia. Das Wasser ist klar und sofort tief: Hier schwimmt man richtig, hier watet man nicht.

Gut zu wissen: Die Piste ist ausgefahren: mit einem tiefergelegten Auto langsam fahren, nach starkem Regen wird es schlechter. Es gibt weder Mülleimer noch Trinkwasser.

Auf Google Maps ansehen

Bevor Sie losgehen

Keine der vier hat Service

Keine Bar, kein Schirmverleih, kein Trinkwasser. Trinkflasche, Hut, etwas zu essen und ein Beutel für den Müll: Das sind freie Strände in einem Nationalpark.

Schuhe, keine Flip-Flops

Für Galenzana und den Rundweg um Capo Poro braucht es geschlossene Schuhe mit ordentlicher Sohle. Der Weg ist leicht, aber schottrig und steinig — bergab werden Flip-Flops zum Problem.

Auf den Wind schauen, nicht nur aufs Wetter

Der Golf von Marina di Campo öffnet sich nach Süden: bei Nordwind ein Spiegel, bei Südwind kabbelig. Es ist dieselbe Regel, die für die ganze Insel gilt — im Guide erklären wir sie ausführlich.

Früh oder spät hingehen

Mittags im August ist der Weg nach Galenzana ungeschützt, und die Macchia gibt keinen Schatten. Die richtigen Stunden sind vor zehn oder nach fünf — und dann lohnt auch das Licht.

Häufige Fragen

Wie weit läuft man nach Galenzana?

Rund anderthalb Kilometer ab dem Ort, fünfzehn bis zwanzig Minuten in normalem Tempo, auf dem Weg Nr. 139. Für den kompletten Rundweg um Capo Poro gibt der Nationalpark 4,6 km und 2 Stunden 15 an, 190 Höhenmeter, Schwierigkeit leicht.

Kann man nach Galenzana mit dem Auto fahren?

Nein, es gibt keine Straße. Man kommt nur zu Fuß von Marina di Campo oder über das Meer hin. Genau deshalb ist dort auch im August noch Platz.

Welche Bucht ist mit Jugendlichen am einfachsten?

Galenzana, weil der Weg kurz und unschwierig ist. Fonza erreicht man mit dem Auto, aber die Piste ist lang und ausgefahren; die Cala dell'Ischia ist winzig und steil zu erreichen. In unseren Häusern empfangen wir Gäste ab 12 Jahren.

Gibt es Bars oder Liegenverleih?

In keiner der vier. Es sind freie Strände ohne Service im Nationalpark Toskanischer Archipel. Die nächste Bar liegt am Strand von Marina di Campo.

Wie kommt man nach Fonza?

Mit dem Auto von Marina di Campo Richtung Lacona auf der Landstraße; auf Höhe des Aquariums von Elba nimmt man die mit «Fonza» beschilderte Schotterpiste für etwa 2,5 km. Die Strecke ist schön, aber ausgefahren: langsam fahren, möglichst nicht mit einem tiefergelegten Auto.

Kann man mit dem Tretboot hinfahren?

Zur Cala dell'Ischia ja, und das ist die schönste Variante: am Strand von Marina di Campo mieten und ostwärts an der Küste entlang. Schätzen Sie vorher immer den Seegang ein und bleiben Sie in Ufernähe.

Zehn Minuten von allen vieren schlafen

Unsere drei Häuser stehen in Marina di Campo: Der Weg nach Galenzana beginnt im Ort, die Piste nach Fonza liegt wenige Autominuten entfernt.

Häuser ansehen